Projektinhalte

Der Schulwettbewerb „Einfach machen-Die Suffizienzdetektive“ wurde von der Deutschen Umweltstiftung ins Leben gerufen und wird durch die Verbändeförderung des Umweltbundesamts in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die Zielgruppe sind Schulklassen, Schülergruppen und Arbeitsgemeinschaften (AGs) der Sekundarstufe 1 (Klassen 5 bis 10) an Schulen in Deutschland. Das Projekt soll existierendes Wissen rund um das Thema „ressourcensparende Lebens- und Freizeitgestaltung” auf positive Weise bearbeiten. Mittels bestehender Best Practices und niederschwelliger Informationen sollen junge Menschen in die Lage versetzt werden, bestehendes Wissen für eine ressourcenschonende Lebensweise im Alltag zu entdecken und in ihrem eigenen Lebensumfeld anzuwenden.

Suffizienzdetektive Logo
Projektlogo © Deutsche Umweltstiftung

Hintergrund

Das Projekt soll einen Perspektivwechsel in der Suffizienzbetrachtung ermöglichen. Neben Konsistenz und Effizienz ist Suffizienz die große Strategie in Nachhaltigkeitsmodellen. Unter suffizientem Verhalten werden dabei „Änderungen in Konsummustern [verstanden], die helfen, innerhalb der ökologischen Tragfähigkeit der Erde zu bleiben, wobei sich Nutzenaspekte des Konsums ändern“. In der Öffentlichkeit wird sie daher häufig in einem negativen Verständnis reduziert auf den Zwang zum Verzicht und die Einschränkung der freien Gestaltung von Konsumverhalten und Mobilität. Diese pessimistische Perspektive ist nicht zielführend bei dem Versuch, sozial-ökologische Transformationsprozesse in Deutschland anzustoßen bzw. zu beschleunigen. Es wird vorenthalten, dass mit den Verhaltensänderungen diverse positive Aspekte, wie eine bessere Gesundheit, steigende Fitness, geringere finanzielle Ausgaben, soziale Anerkennung oder die Stärkung lokaler Gemeinschaft einhergehen können. Genau darum soll es im vorliegenden Projekt gehen: Welche Strategien und Möglichkeiten gibt es bereits, um die alltäglichen Abläufe und das Freizeitverhalten ressourcenschonender und sparsamer zu gestalten und davon selbst zu profitieren. Im Netz existieren viele gute Beispiele, die ein Win-Win-Potential bei ressourcenschonenendem Verhalten belegen. Sie reichen über Müllvermeidung und Wiederverwertung in Upcycling-Prozessen bis hin zu Sharingmodellen und täglich kommen neue hinzu. Oftmals finden sie jedoch wenig Beachtung. Grund dafür ist, dass zwar die unmittelbar im Verfahren eingebundenen Menschen in den Kontakt mit der Thematik kommen, jedoch eine breite Wahrnehmung der erarbeiteten Ergebnisse in der Öffentlichkeit nicht erfolgt. Nachhaltige Entwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Daher ist es wichtig, auf verschiedenen Ebenen ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum zu schaffen, eine kritische Reflexion der eigenen Umwelt anzuregen und auch auf die Möglichkeiten der politischen Einflussnahme hinzuweisen.(Fischer, Corinna et al. 2013)

Ablauf


Mehr Informationen über den Wettbewerb erfahrt ihr
hier.

Literaturhinweise

  1. Fischer, Corinna et al. (2013): Mehr als nur weniger. Suffizienz: Begriff, Begründung und Potenziale. Freiburg, Öko-Institut e.V.